23 Juni 2006

Von Hier An Abwärts

Wenn es so eine Art von Schicksalsgott gibt, der meinen Lebenslauf beeinflusst, dann ist er erstens von eher bösartigem, garstigen Humor und zweitens hat er der Straße meines Lebens gerade ein ordentliches Gefälle gegeben und sie großzügig mit der Speckschwarte eines Mastodons eingerieben.

Bin ich nicht vor einigen Wochen gleich zwei Mal an einem Wochenende fast in Schlägereien verwickelt worden, was mir vorher im ganzen Leben nicht passiert ist?
Und danach bin ich innerhalb von drei Tagen quasi arbeitslos geworden, von Mittwoch auf Freitag. (Wobei mich eine Wurstknotemaschine vor Harz IV retten könnte...)
Und nun bin ich auch noch in einen Rechtstreit verwickelt! Gestern an die Hausverwaltung mit dem unchristlichen Namen POPP geschrieben, heute die Antwort, dass ich doch ruhig klagen sollte, erhalten. (Und der Berater vom Mieterbund gab mir einige Telefonnummern von Anwälten, die ich Montag anrufen werde.)

Ich denke, ich tue gut darin, möglichst wenig vor die Haustür zu gehen und zu hoffen, dass nicht noch jemand auf die Idee kommt, den Schrott im Hof, der sich nach dem Feuer wieder wundersam vermehrt hat, anzuzünden. Sollte in den Polizeinachrichten in den nächsten Tagen dennoch berichtet werden, dass die nicht identifizierbare Leiche eines ca. 27jährigen Mannes in der Gosse gefunden wurde, sagt meinem Zahnarzt bescheid, dass er sich beim Leichenschauhaus melden möchte...

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