Um den schönen Eintragstitel gebührend zu visualisieren, oben erstmal ein Bild aus der ansich schönen Grünanlage am Landwehrkanal zwischen Paul-Linke-Ufer und Wiener Straße, wo man mich dieser Tage mittags antreffen mag, einen schwarzen Hund ausführend.Irgendwer hat sich die Mühe gemacht, letzte Nacht seinen Müll - und zwar eine Menge Müll - direkt neben der Kita abzuladen. Vermutlich war es der Inhaber eines orientalischen Kitsch-Ladens, wie es sie im Wrangel-Kiez zuhauf gibt, der sein Lager leeren wollte; oder ein Einbrecher in einen ebensolchen Laden, der seine Beute zurecht so scheiße fand, sie gleich zu zerschlagen und in eine öffentliche Installation umzuwandeln.
Im Nachhinein wünschte ich mir, noch Detailaufnahmen gemacht zu haben, aber man kann sich ja den zerschlagenen orientalischen Kitsch ganz gut vorstellen, wenn man schonmal in so einem Laden war, oder sich mal aufmerksam im Döner-, Falafel oder Köfte-Laden des Vertrauens genauer umschaut.
Dazu mein Highlight: Das von Innen beleuchtete Bild der Kaba in Mekka im "Köfte-Burger", Wrangelstraße, in dem alles leuchtet, jedes Fenster, jeder Halbmond... nur die Kaba ist kaum zu erkennen im Meer der Pilger.
Eigentlich wollte ich den Frühling hier hammer dissen, weil mich der ständige Wetterumschwung fix und fertig macht. Aber zur Zeit geht's wieder besser, wo ich Anfang der Woche noch extrem lustlos und dauerschlechtgelaunt war und jedem frühlingserwachten T-Shirt-Träger seine Grinsefresse in den Nacken drehen wollte.
Passend zum guten Wetter kommen auch die Bekloppten wieder raus: Ich habe gestern und heute schon zwei vor sich hin schreiende Spaziergänger beobachten können. Wo sind die eigentlich im Winter? Zusammen mit den kurze Röcke tragenden, tiefdekolltierten Mädels irgendwo in Bunkern versteckt? (Da würde ich allerdings auch rumschreien, wenn ich wieder raus an die Sonne käme...)
So. Genug schlechte Witze. Zum Abschluss noch ein weiteres Müll-Foto. Diesmal auf und aus dem Wasser: Bezahlte Männer in Anglerhosen machen sich die Mühe, die Berliner Gewässer durchzuharken, und bringen ihre Beute wiederum an den Landwehrkanal zum public display.
Es zeigt sich: Die Leute schmeißen zu 98% Einkaufswagen und Fahrräder in den Bach, die dann in unterschiedlichen Graden der Veralgung und Vermatschung wieder auftauchen; der durchschnittliche Vandalist und Umweltverschmutzer ist wohl nicht so kreativ. Mein Fahrrad war nicht dabei.

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