(vom lat. cunnus = weiblicher Geschlechtsteil, lingua = Zunge)
Sehr verbreitete Abart sexueller Beziehung, entweder nur aus Abstumpfung gegenüber dem normalen Verkehr und aus dem Verlangen nach besonderen Reizen oder aus speziellem Triebwunsch: von seiten des Mannes auf Grund einer Perversion des Geruchs- oder Geschmacksinnes, die aber nur von und bei der aktuellen Sexualsituation hervorgerufen wird, d.h., daß nicht der Geruch und Geschmack als Wahrnehmung "verkehrt" sind, sondern der sonst üble, widrige Geruch und Geschmack werden lustvoll empfunden, bereiten sexuelle Lust: "Lustekel" (wie z.B. der "Lustschmerz" des Masochisten). Oft entspringt das Verlangen des Mannes nach dem Cunnilingus dem Wunsch, den geliebten Partner "auch dort" zu küssen -, seitens der Frau: von ihm "auch dort" geküßt zu werden (man denke an die anatomischen Bezeichnungen: große und kleine Scham"lippen"); hier hat der Cunnilingus den erotischen Wert einer besonderen intimen Art des Liebeskusses. Dem Cunnilingus entspricht bei Vertauschung der Lage der Partner die "Fellatio". Bei Durchführung der Fellatio bis zur Ejakulation resp. Injakulation des Samens erleben manche Frauen einen "alimentären Orgasmus", den sie als stärker und genußreicher bezeichnen als den genitalen Orgasmus (s.d.). Es handelt sich in diesen Fällen einerseits um eine besonders ausgeprägte Oralerotik (s.d.), andererseit, nach den eigenen Erklärungen der betr. Frauen, um die besonders lustvolle Association, den geliebten Menschen noch fester und sicherer "in sich zu haben". Keine Frage, daß sich hier Anthropophagie als Liebesakt vollzieht (vgl. "jemand vor Liebe und Liebeshunger auffressen").
Sowohl der Cunnilingus wie die Fellatio werden gewohnheitsmäßig oft nur als "Methode der Wahl" zwecks Verhütung der Schwangerschaft geübt. Außerdem sind beide häufig im homosexuellen Verkehr: der Cunnilingus zwischen Frauen, die Fellatio zwischen Männern. Die gleichzeitige Ausübung des Cunnilingus und der Fellatio wird vulgär mit der "Chiffre" 69 bezeichnet.
Sehr verbreitete Abart sexueller Beziehung, entweder nur aus Abstumpfung gegenüber dem normalen Verkehr und aus dem Verlangen nach besonderen Reizen oder aus speziellem Triebwunsch: von seiten des Mannes auf Grund einer Perversion des Geruchs- oder Geschmacksinnes, die aber nur von und bei der aktuellen Sexualsituation hervorgerufen wird, d.h., daß nicht der Geruch und Geschmack als Wahrnehmung "verkehrt" sind, sondern der sonst üble, widrige Geruch und Geschmack werden lustvoll empfunden, bereiten sexuelle Lust: "Lustekel" (wie z.B. der "Lustschmerz" des Masochisten). Oft entspringt das Verlangen des Mannes nach dem Cunnilingus dem Wunsch, den geliebten Partner "auch dort" zu küssen -, seitens der Frau: von ihm "auch dort" geküßt zu werden (man denke an die anatomischen Bezeichnungen: große und kleine Scham"lippen"); hier hat der Cunnilingus den erotischen Wert einer besonderen intimen Art des Liebeskusses. Dem Cunnilingus entspricht bei Vertauschung der Lage der Partner die "Fellatio". Bei Durchführung der Fellatio bis zur Ejakulation resp. Injakulation des Samens erleben manche Frauen einen "alimentären Orgasmus", den sie als stärker und genußreicher bezeichnen als den genitalen Orgasmus (s.d.). Es handelt sich in diesen Fällen einerseits um eine besonders ausgeprägte Oralerotik (s.d.), andererseit, nach den eigenen Erklärungen der betr. Frauen, um die besonders lustvolle Association, den geliebten Menschen noch fester und sicherer "in sich zu haben". Keine Frage, daß sich hier Anthropophagie als Liebesakt vollzieht (vgl. "jemand vor Liebe und Liebeshunger auffressen").
Sowohl der Cunnilingus wie die Fellatio werden gewohnheitsmäßig oft nur als "Methode der Wahl" zwecks Verhütung der Schwangerschaft geübt. Außerdem sind beide häufig im homosexuellen Verkehr: der Cunnilingus zwischen Frauen, die Fellatio zwischen Männern. Die gleichzeitige Ausübung des Cunnilingus und der Fellatio wird vulgär mit der "Chiffre" 69 bezeichnet.
Aus: Dr. Max Marcuse: ABC-Sexualität,
C. Stephenson-Verlag, Flensburg,
1. Auflage, 1962
C. Stephenson-Verlag, Flensburg,
1. Auflage, 1962
Das musste einfach mal gesagt werden!

10 Kommentare:
Sehr schön.
Sehen wir hier eigentlich den Prototypen einer neuen Monatsrubrik?
Oho! Dr. Marcuse hat noch viel zu bieten. Allerdings ist mir das Abtippen zu ermüdend. Ich werde wohl eher unregelmäßig Beiträge von ihm bringen.
ich bin angewidert. der c. wird "nur aus Abstumpfung gegenüber dem normalen Verkehr" vollzogen? lustekel? da wird mir selbst beim kommentieren übel...
votze!
...wird mit F geschrieben.
Darüber hinaus möchte ich anmerken, dass es fast natürlich erscheint, dass dieses Großwerk der (Fach)literatur aus Flensburg stammt. Wir ausm Norden haben ES eben drauf.
Gordong
und ich denk noch, "junge - äh alte - oma, dass musst du deinem liebhaber zeigen, damit er diese flausen ordentlich auseinander nimmt. und wat macht er? tststs.
küsse (nein! jetzt nicht da unten)
o.m.a
Aber warum denn nicht?!
(Schließlich will die Frau "auch dort" geküsst werden.)
AUCH DORT! hmpffff, da geh ich doch lieber mal einkaufen.
es wurde vergessen zu erwähren, dass "daunten" zu lecken des mannes mann im manne oft zu stahlharter härte bewegt, welche sich im saft des träufelnden lust ergiesst. man sollte auch dann nach haaren zwischen den zähnen gewarnt sein, z.b. bei vorstellungsgesprächen als zahnmodell.
ps: was steht in diesem buch über arschlochlecken?
pps: wer wusste, dass a-lochlecken im spanischen "beso negro" also "schwarzer kuss" heisst? der schrei(b)e hier laut auf.
ppps: wie das pps schon andeutet, schreibe ich gerade an einer neuauflage: alles was schon mal gesagt werden musste.
ich wusste das nicht. aber finde ich gut. der kommentar für heute: von mir.anja21
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