23 April 2007

Das Ekligste, was mir jemals am Fuß geklebt hat

Euch, liebe Leser, muss ich ja nicht nochmal darauf hinweisen, dass man, wenn man - so wie u.a. ich - 28 Jahre in Berlin gelebt hat und immernoch lebt, realtiv häufig in etwas auf dem Bürgersteig tritt, das einen dankbar sein lässt, dass man feste und geschlossene Schuhe trägt.

In 98% der Fälle ist das Hundescheisse; einen weiteren Prozent machen andere Verdauungsrückstände, die teilweise den falschen Ausweg gesucht haben, noch unverdautes Essen und Trinken sowie Kaugummireste aus. All jenes muss nicht zwangsläufig mit Hunden zu tun haben.

In einem weiteren Prozent der Fälle hatte man doch keine Schuhe sondern Sandalen o.ä. an. Man findet dann auch nicht heraus, was das war, wo man reingetreten ist, weil man ohne hinzugucken die Schuhe freihändig auszieht, nach hause humpelt und sich dort die Füße wäscht, ebenfalls ohne hinzugucken und möglichst freihändig.

Aber davon sprechen wir hier nicht, sondern von dem Ekligsten, in das ich jemals getreten bin - und zwar letzten Freitag.

Was es war, weiss ich bis heute nicht, obwohl ich es mir angeguckt habe, und reingetreten bin ich in dem Sinne auch nicht, denn es klebte oben auf meinem (zum Glück) geschlossenen Schuh drauf.

Ich lief also gerade von der Fahrradstation in der Bergmannstraße nach Hause, als ich auf Höhe des Billos in der Kreuzbergstraße aus den Augenwinkeln wahrnahm, dass sich etwas Weisses parallel zu meinen Füßen mitbewegt. Bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, dass es ein großer Plotzen weissen Schaumschleims war, nicht unähnlich der gemeinen Schaumkotze, aber weit zäher und klebriger, der lustig auf meinem linken Schuh klebend im Rhytmus meines vollen Laufes hin- und herflotschte.

Ich sage mal, im Idealfall hat jemand auf dem Balkon ein Eiweiss steif und dabei über die Stränge geschlagen; im schlimmsten Fall musste jemand nach einem Blowjob mit Schlucken kotzen - auf meinen linken Fuß.

Ich hab's dann mit einem Taschentuch weggewischt, bin nach Hause und habe mir die Hände und die Schuhe gewaschen. Mein Gesicht dabei habe ich nicht gesehen. Ich schätze aber, es sah nach einer Mischung aus Zitroneessen und Blattschuss aus.

Nun, da ich diese Geschichte dem Internet übergeben habe, hoffe ich, sie bald zu vergessen.

Gute Nacht!

6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich als Popel- und Schleim-Kortzpeter kann nur sagen:
Hut ab! für diese Deine Leistung. Ich hätte wahrscheinlich das Teil samt meiner Schuhe entsorgt. Ich krieg gerade schon wieder einen Brechreiz. Stirb, elende Fantasie, STIRB!

Güärdon

animaldelmar hat gesagt…

fantasie schreibt man mit "f", du blödmann!

p.s.: jetzt, wo ich nicht mehr studiere, stellt sich der humor wieder ein, langsam zwar, dafür aber sicher.

Anonym hat gesagt…

Jaja, und Filosofie, wa? Und F**** mit V?

Nee nee nee

Schnautzejunge, bleib dem Schönen treu! Zuerst wird die Sprache hässlich, dann die Sitten und zum Schluss die Gehälter!

Gr

Anonym hat gesagt…

Schaumige Taubenscheisse und eigene Körperflüssigkeiten kannst du also ausschließen?
Und was ist mit Cappu-Milchschaum?


Die Ungewissheit, die du nun durch das befreiende Abspülen hervorgerufen hast, würde mich in die Unruhe treiben...

Anonym hat gesagt…

Es gibt bestimmt z-b- im interent fetischisten, die sich selbiges mit vorliebe von deinem (linken) schuh geleckt hätten.
maytes mitbewohnerin z.b. traf nachts einen mann, der ihr 50 euros für ihre socken bezahlen wollte. als er sie entgegennahm, und bemerkte, dass sie gar nicht stinken, nahm er sein geld und ging.

j.d.&t.o.

scotspotter hat gesagt…

In solchen Momenten wünscht man sich, seine Füße gleich mit wegschmeißen zu können, um auf der sicheren Seite zu sein.
Mir fällt grade auf, dass ich in einer Woche Schottland erstaunlich wenig Kotze (soll heißen: null) auf dem Bürgersteig gesehen habe.
Zeiten sind das!