12 April 2007

Wir nennen es Gamen

Ich zitiere aus dem tollen Buch Wir nennen es Arbeit, worin die Autoren wiederum aus Steven Johnsons Everything Bad is Good For You zitieren:
"Bücher unterfordern chronisch die Sinne. Entgegen der langen Tradition der Computerspiele - die Kinder in eine lebendige, dreidimensionale Welt voll von bewegten Bildern und musikalischen Eindrücken entführen, durch die sie mit komplexen Muskelbewegungen steuern - sind Bücher einfach nur eine Aneinanderreihung von Wörtern auf einer Seite. Nur ein kleiner Teil des Gehirns wird dadurch aktiviert, während Computerspiele das gesamte Spektrum sensorischer und motorischer Hirnfunktionen ansprechen. Hinzu kommt, dass Bücher auf tragische Weise einsam machen. Während Spiele junge Menschen seit geraumer Zeit dazu bringen, gemeinsam mit ihren Freunden eigene Welten zu bauen und zu erkunden, zwingen Bücher sie in die Abgeschiedenheit eines ruhigen Ortes, abgeschottet vom Rest der Welt. Diese neu entstandenen 'Büchereien', die das Lesen anregen sollen, bieten ein beängstigendes Bild: Dutzende von Kindern, die normalerweie einen regen und lebhaften Austausch pflegen, versenken sich stumm und apathisch in die Lektüre ..."

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

JAWOLL!

Der erbaulichste Satz ist eben nicht der vom weiten Feld, sondern immer noch:

You got the chainsaw!


Bring 'em on!

Gordon

SchnautzeJunge hat gesagt…

... und was kann es schöneres geben, als die virtuelle Repräsentanz einiger Deiner besten Freunde mit einem gezieltem Schuss aus dem Raketenwerfer zerplatzen zu lassen?!

scotspotter hat gesagt…

Ich erinnere mich gut an die vielen Stunden "regen Austauschs", in denen ich deinen Rücken anstarrte, während du Zombies abballertest.