Fünf Monate kein neuer Eintrag, obwohl ich mir immer sage, man sollte regelmäßig bloggen. Es gab wohl nichts aufregendes zu berichten aus dem Leben des JL, außer arbeiten, essen, schlafen und rauchen. (Rauchen habe ich am vergangenen Samstag aufgegeben und am vergangenen Donnerstag wieder angefangen.)
Heute war ich im B5-Center, was ich nur jedem empfehlen kann, der mal billig Klamotten braucht, und dafür gerne eine Dreiviertelstunde nach Westen fährt.
Jona war, wie komischerweise immer bei Verkaufspersonal in Bekleidungsgeschäften, der Star der vormittäglichen Aktion, und nicht wenige der Umländer wollten sich auch gleich einen Hund kaufen, weil sie ja eh auf dem Land wohnen und neben dem Verkauf von Oberbekleidung und Kurzwaren scheinbar eh nicht viel zu tun haben.
Verständlich finde ich das schon: Wenn man, so wie ich drei Hosen, drei T-Shirts und einen Pullover später, bei Sonnenschein über die Dörfer fährt, will man gleich anfangen nach Immobilien zu gucken, und sich einen Hund anschaffen (auch wenn da schon einer im Kofferraum genuss- und geräuschvoll ein getrocknetes Kaninchenohr verzehrt).
Mein Wunsch zur Speckgürtelfizierung wurde aber schnell wieder gedämpft. Und das kam so:
Zwischen Kartzow und Fahrland fuhr ich auf einen Feldweg und ging mit Jona über die Felder und Auen. Jona stratzte unangeleint und guter Dinge vorne weg, als plötzlich keine fünf Meter von uns ein Wildtier aus dem Dickicht brach - der Größe nach zu urteilen, war das mindestens ein Elch, wenn auch ohne die stilprägenden Schaufeln - und davon stob. Und Jona hinterher.
Ich kann Jona bei vergleichbaren Situationen (Tauben, Krähen und Eichhörnchen in der Hasenheide) eigentlich immer gut abrufen und war bisher auch der Meinung, er könnte nicht mal eine tote Ratte reissen, wenn man sie ihm ins Maul stopft, aber: Ich wurde eines besseren belehrt. Jagdinstinkt? Check. Geschwindigkeit? Check! Der konnte nicht nur mit dem verdammt flinken Biest mithalten, der holte sogar auf!
Mitlerweile jagte ein ganzes Rudel Elche über das Feld, Möchtegern-Jäger und Möchtenichtsogern-Beute waren binnen Sekunden schwarze Punkte am Horizont und verschwanden schließlich in einem Gehölz. Jona schien meine Schreie nicht zu hören, oder sie interessierten ihn nicht. Wer jedoch Interesse zeigte, war eine Rotte Wildschweine im Gebüsch neben mir, die ich offensichtlich aus ihrem Mittagsschlaf gerissen hatte.
Wir als gute Trapper und Park Ranger wissen ja, dass Wildschweine in dieser Jahreszeit gerade Frischlinge haben und deshalb höchst aggressiv auftreten können. Und dann muss man ganz still stehen bleiben und keinen Mucks machen, was ich auch tat. So zogen sie ab, ich lief langsam in die Richtung, in der Jona verschwunden war, überlegte, wie ich im Funkloch namens Brandenburg wohl den Tierwiederbringevereien TASSO erreichen könnte und was ich Jona noch alles hatte sagen wollen, und nie gesagt habe...
Circa zehn Minuten später kam er dann in einem nonchalanten Trott wieder zurück, Schaum vor dem Maul, bis unters Kinn mit Schlamm beschmiert, und tat so, als wäre er nur gerade hinterm Baum kacken gewesen. Ich habe ihn dann lieber angeleint und bin zurück zum Auto. (Geraucht habe ich auch.)
Elche! Wildschweine! Jagdsport! Da bleibe ich doch lieber in meiner Hasenheide, wo sich Fuchs und Hase gutenacht sagen; und das meine ich nicht sprichwörtlich.
Heute war ich im B5-Center, was ich nur jedem empfehlen kann, der mal billig Klamotten braucht, und dafür gerne eine Dreiviertelstunde nach Westen fährt.
Jona war, wie komischerweise immer bei Verkaufspersonal in Bekleidungsgeschäften, der Star der vormittäglichen Aktion, und nicht wenige der Umländer wollten sich auch gleich einen Hund kaufen, weil sie ja eh auf dem Land wohnen und neben dem Verkauf von Oberbekleidung und Kurzwaren scheinbar eh nicht viel zu tun haben.
Verständlich finde ich das schon: Wenn man, so wie ich drei Hosen, drei T-Shirts und einen Pullover später, bei Sonnenschein über die Dörfer fährt, will man gleich anfangen nach Immobilien zu gucken, und sich einen Hund anschaffen (auch wenn da schon einer im Kofferraum genuss- und geräuschvoll ein getrocknetes Kaninchenohr verzehrt).
Mein Wunsch zur Speckgürtelfizierung wurde aber schnell wieder gedämpft. Und das kam so:
Zwischen Kartzow und Fahrland fuhr ich auf einen Feldweg und ging mit Jona über die Felder und Auen. Jona stratzte unangeleint und guter Dinge vorne weg, als plötzlich keine fünf Meter von uns ein Wildtier aus dem Dickicht brach - der Größe nach zu urteilen, war das mindestens ein Elch, wenn auch ohne die stilprägenden Schaufeln - und davon stob. Und Jona hinterher.
Ich kann Jona bei vergleichbaren Situationen (Tauben, Krähen und Eichhörnchen in der Hasenheide) eigentlich immer gut abrufen und war bisher auch der Meinung, er könnte nicht mal eine tote Ratte reissen, wenn man sie ihm ins Maul stopft, aber: Ich wurde eines besseren belehrt. Jagdinstinkt? Check. Geschwindigkeit? Check! Der konnte nicht nur mit dem verdammt flinken Biest mithalten, der holte sogar auf!
Mitlerweile jagte ein ganzes Rudel Elche über das Feld, Möchtegern-Jäger und Möchtenichtsogern-Beute waren binnen Sekunden schwarze Punkte am Horizont und verschwanden schließlich in einem Gehölz. Jona schien meine Schreie nicht zu hören, oder sie interessierten ihn nicht. Wer jedoch Interesse zeigte, war eine Rotte Wildschweine im Gebüsch neben mir, die ich offensichtlich aus ihrem Mittagsschlaf gerissen hatte.
Wir als gute Trapper und Park Ranger wissen ja, dass Wildschweine in dieser Jahreszeit gerade Frischlinge haben und deshalb höchst aggressiv auftreten können. Und dann muss man ganz still stehen bleiben und keinen Mucks machen, was ich auch tat. So zogen sie ab, ich lief langsam in die Richtung, in der Jona verschwunden war, überlegte, wie ich im Funkloch namens Brandenburg wohl den Tierwiederbringevereien TASSO erreichen könnte und was ich Jona noch alles hatte sagen wollen, und nie gesagt habe...
Circa zehn Minuten später kam er dann in einem nonchalanten Trott wieder zurück, Schaum vor dem Maul, bis unters Kinn mit Schlamm beschmiert, und tat so, als wäre er nur gerade hinterm Baum kacken gewesen. Ich habe ihn dann lieber angeleint und bin zurück zum Auto. (Geraucht habe ich auch.)
Elche! Wildschweine! Jagdsport! Da bleibe ich doch lieber in meiner Hasenheide, wo sich Fuchs und Hase gutenacht sagen; und das meine ich nicht sprichwörtlich.

2 Kommentare:
ein neuer post und dann auch noch über eines meiner lieblingsthemen (jäger, die keine beute machen) meine hochachtung, herr L.
Ich schließe mich an und füge dazu, dass Inhalt und Stil dieses Posts hochvorzüglichst sind. Mehr davon, mehr! Und schneller mehr!
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