An einem Freitag vor einer Woche kam ich also aus Andernach zurück. Nach ganzen sieben Tagen, fünf Tage harte, körperliche Arbeit, Kaffee, Zigaretten, Alkohol und Fleisch (das einzige vegetarische Gericht, dass den Andernachern bekannt zu sein scheint ist Gemischter Salat, Vegetarier sollten die Region meiden) und zwei Tage auf der Autobahn.
Mein Plan war schon länger: Nach Andernach höre ich mit dem Rauchen auf.
Meine letzte Zigarette rauchte ich an jenem Freitag kurz vor dem Schlafen gehen, wenn das Rauchen schon besonders eklig ist, auf dem Balkon. Aber: Der Genuss meiner letzten Kippe wurde jäh gestört.
Der junge Mann, der über den Hof ein Stockwerk tiefer (kaum zehn Meter Luftlinie) wohnt und keine Vorhänge hat, obwohl - oder vielleicht gerade weil - seine Wohnung sehr geschmackvoll eingerichtet ist, steht bei Festbeleuchtung mitten in seinem Wohnzimmer. Da kann man ja gar nicht anders, als mal hinzugucken.
Da steht er nun also, ich versuche mich auf den Geschmack der Zigarette zu konzentrieren und denke: "Der spielt mit seiner Wii". Ich gehe zwei Schritte nach Links, um erkennen, was sich auf seinem Bildschirm abspielt.
In dem Augenblick wechselt er die Hände an dem, was ich für die Wii-Mote hielt, um etwas auf der Tastatur einzugeben, und mir wird klar:
Der Spielt dann doch eher an seiner privaten Wii-Mote.
So wurde mir der Genuss meiner letzten Fluppe vergällt.
Nicht, dass ich was gegen Masturbation hätte, ganz im Gegenteil: Soll er mal machen, ich muss ja nicht hin gucken. Aber: Er hätte mich ja auch sehen können; auf meinem Balkon gibt es keine Ecke, die man von seinen Fenstern aus nicht einsehen könnte. Und hätte er mich entdeckt, schön offensichtlich mit dem Rücken zu ihm stehend, wären wir beide eher peinlich berührt gewesen. (Einer von uns war ja schon intim berührt.)
P.S.: Ich kann dem hier kein Bild beifügen, weil es scheinbar im Internet nur Bilder von Frauenhänden gibt, die eine Wii-Mote halten. Frauenhände sind ja auch schöner.
Mein Plan war schon länger: Nach Andernach höre ich mit dem Rauchen auf.
Meine letzte Zigarette rauchte ich an jenem Freitag kurz vor dem Schlafen gehen, wenn das Rauchen schon besonders eklig ist, auf dem Balkon. Aber: Der Genuss meiner letzten Kippe wurde jäh gestört.
Der junge Mann, der über den Hof ein Stockwerk tiefer (kaum zehn Meter Luftlinie) wohnt und keine Vorhänge hat, obwohl - oder vielleicht gerade weil - seine Wohnung sehr geschmackvoll eingerichtet ist, steht bei Festbeleuchtung mitten in seinem Wohnzimmer. Da kann man ja gar nicht anders, als mal hinzugucken.
Da steht er nun also, ich versuche mich auf den Geschmack der Zigarette zu konzentrieren und denke: "Der spielt mit seiner Wii". Ich gehe zwei Schritte nach Links, um erkennen, was sich auf seinem Bildschirm abspielt.
In dem Augenblick wechselt er die Hände an dem, was ich für die Wii-Mote hielt, um etwas auf der Tastatur einzugeben, und mir wird klar:
Der Spielt dann doch eher an seiner privaten Wii-Mote.
So wurde mir der Genuss meiner letzten Fluppe vergällt.
Nicht, dass ich was gegen Masturbation hätte, ganz im Gegenteil: Soll er mal machen, ich muss ja nicht hin gucken. Aber: Er hätte mich ja auch sehen können; auf meinem Balkon gibt es keine Ecke, die man von seinen Fenstern aus nicht einsehen könnte. Und hätte er mich entdeckt, schön offensichtlich mit dem Rücken zu ihm stehend, wären wir beide eher peinlich berührt gewesen. (Einer von uns war ja schon intim berührt.)
P.S.: Ich kann dem hier kein Bild beifügen, weil es scheinbar im Internet nur Bilder von Frauenhänden gibt, die eine Wii-Mote halten. Frauenhände sind ja auch schöner.

2 Kommentare:
haha. das finde ich sehr gut. so einen nachbarn hätte ich auch gern!
Besser fänd ich's, es wär ein Mädel gewesen...
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