17 Februar 2011

Von Außen

Oder: It is Your Flesh that I'm Wearing

(Sorry, komme irgdendwie nicht um die englischen Überschriften rum.)

So war ich also nach Feierabend mit einem Kollegen noch ein Bierchen trinken, was leider extrem gut tut, und das Gehirn daran hindert, sich Gedanken zu machen, was aber dennoch - hier mal deutlich gesagt! - nimmer zur Gewohnheit werden wird. (Lieber bewusst leiden, als halb unbewusst nix mehr merken), äh... ja: ein Bierchen trinken, und das Gespräch kam auf Therapien. Jene für den Kopfinhalt. Und ich sagte, dass ich immernoch der Meinung bin, keinerlei Bedarf an sowas zu haben, obschon leicht angestört, und zwar weil:

Seit ich älter bin als, sagen wir mal, 23 und damit weiser und sowie so schon immer leicht wissenschaftlich eingestellt, habe ich die Fähigkeit, mich neben mich zu stellen und mich zu beobachten wie einen Erlenmeyerkolben aus dem es dampft; ich bin mein eigenes Experiment. So kann ich sehr schnell Ursachen und Wirkungen meines Geisteszustands erfassen und einordnen, und mich, - bisher noch immmer -, wie der legendäre Baron von Münchhausen, an den eigenen Haaren aus dem Schlamassel ziehen. (Emotionen rational einordnen können aber, glaube ich, nur Männer, sorry Ladies.)

Wie auch immer: Auf dem Nachhauseweg habe ich Lieder von L. Cohen vom Album "Songs Of Love And Hate" gesungen, und erst gerade, wieder zuhause, viel mir auf, warum.
Cohen himself hat mir beigebracht, mich von außen zu betrachten! Quasi jeder Song auf dem Album handelt von Yours Truly Leonard, nur dass er dabei nie das Wörtchen "I" benutzt, immer "You" oder "He", und man muss schon genau acht geben, um zu merken, wer gemeint ist. (Legendärstes und bekanntestes Beispiel: Den "Famous Blue Raincoat" von gleichnamigen Song hat er selber getragen.) Und dass muss ich wohl unterbewusst gemerkt und mir zu eigen gemacht habe.

Oder ich bin doch hochgradig gestört und muss dringend zum Therapeuten.

Vermutlich letzteres.

2 Kommentare:

fiel.kuhla hat gesagt…

ich mag, dass du wieder blog schreibst!

SchnautzeJunge hat gesagt…

"One Blogpost a Day keeps the Deckeaufdenkopffallen away",
as I always say.