13 Juli 2011

1PPTW #3: Der Sinn des Lebens

Heute fahren wir mal die schweren Geschütze auf: Der Sinn des Lebens also. Und das auch nur, weil ich in letzter Zeit des Öfteren mit Menschen darüber geredet habe. Scheinbar kommen meine Zeit- und Generationsgenossen langsam in das Alter, wo man sich solche Gedanken macht. Geistiger Frühentwickler, der ich bin, habe ich das schon vor ca. 10 bis 15 Jahren für mich geklärt.

Hier nur die Kurzform, um den Rahmen nicht zu sprengen: Ich bin anderer Meinung als Nietzsche: Gott ist nicht tot, er hat nie existiert. Alles was hier um uns so rumschwirrt wird bedingt von ein Paar Naturgesetzen, und das war's. Eins von den Naturgesetzen hat vor ein Paar Milliarden Jahre gesagt: "Mach mal Bang!", dann kam lange nichts und dann begegneten sich in der Ursuppe auf einem abgelegenen Planeten zwei Makromoleküle namens RNA und Protein.

Protein so: "Ey, Du kannst Informationen sequenzieren, wie z.B. meinen Bauplan, ey!"
RNA so: "Und, ey, Du kannst die Informationen auslesen und ändern und ne Schutzhülle für mich machen und mich duplizieren, geilo!"
Protein so: "Klingt als könnten wir beide gut miteinander. Ich helf Dir so bodyguardmäßig und so, und Du hilfst mir, Kopien von mir zu basteln, damit ich Kopien von Dir bastele, Deal?"
RNA so: "Deal!"

Der Rest ist Geschichte, Evolution und Kometeneinschläge. Der Mensch erschien auf der Bildfläche und hielt sich für mehr als die Summe seiner Teile, erfand Gott, als Methode ein Zusammenleben zu organisieren und ein Paar offene Fragen möglichst unkompliziert zu beantworten, vergaß Gott wieder und hat dafür jetzt ein iPhone. Als vorläufiger Höhepunkt des Ganzen entsteht dieser Blogpost, der den Sinn des Lebens erklärt.

In dem kleinen Drama da oben spielen wir Menschen übrigens die Rolle des Proteins, weil wir nix anderes sind. Eine - zugegebenermaßen sehr komplexe - Eiweißmaschine zur DNA-Vervielfätigung. So, das war er schon, der Sinn des Lebens. Ein bisschen brüsk vielleicht, aber viel mehr ist dazu nicht zu sagen.

Wer also nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt und keine Kinder machen will, kann sich eigentlich gleich eingraben. Thema verfehlt, sechs! Oder aber: Versuchen an der ganze Sache Spaß zu haben, um auf dem Sterbebett keine Reue aufgrund eines sinnlosen Lebens emfinden zu müssen. Aber das nur als Nachsatz.

2 Kommentare:

fiel.kuhla hat gesagt…

das schreit nach einem buch:
"BUCH!"

animaldelmar hat gesagt…

http://www.youtube.com/watch?v=YvtrzASFkuA

auch was zum sinn des lebens. und vermutlich viel musikalischer als proteine und watwardasandere? und natürlich viel kitschiger. und gibt mir arbeit - das ist nämlich die band, deren songs ich übersetze.